300g für 2 Portionen, 600g für 4 Portionen Hühnerbrust.
Chicken Tikka Masala
Auch ein Steak-Mann braucht mal Abwechslung. Aus meiner Zeit in Indien kenne ich Chicken Tikka als verbreitetes Gericht — vom Straßenstand bis zum Restaurant.
Im Kühlschrank abgedeckt — je länger, desto besser zieht die Gewürzmischung ein.
Bei 200 Grad im vorgeheizten Ofen — nicht länger, sonst wird das Fleisch trocken.
Aus Normans Zeit in Neu Delhi — dort als Straßenstand-Klassiker allgegenwärtig.
In Neu Delhi bekommt man Chicken Tikka als Spieß mit gegrilltem, marinierten Hühnerfleisch. Dazu Zwiebelringe in roter Marinade, Zitronenstücke. An den Straßen sieht man Stände mit langen Metallspießen am Grill — das Fleisch bleibt unglaublich saftig. Diese Version hier ist die westliche Anpassung mit Sauce und Reis. Ich steh dazu.
Hühnerbrust, Tikka Masala Marinade, Basmati-Reis
Ich empfehle folgende Zutaten für ein authentisch schmeckendes Chicken Tikka, das man gut als Mittags- oder Abendgericht Freunden und Familie serviert:
- 300–600 Gramm Hühnerbrust (für 2 bzw. 4 Portionen)
- Chicken Tikka Masala — die fertige Gewürzmischung von z. B. Rajah ist sehr gut und spart viel Arbeit
- Tomatensauce (Tomatenmark mit Wasser oder passierte Tomaten) 250–400 Gramm
- Einen Büschel frischen Koriander
- Einen kleinen Joghurt (100 Gramm), 3,8% Fettanteil
- Basmati-Reis aus dem Asialaden — duftet und ist etwas größer als normaler Reis
Einschneiden, marinieren, 12 Stunden
Zuerst das Hühnerfleisch in mundgerechte, nicht zu kleine Stücke schneiden. Die einzelnen Stücke nochmals mit 2–3 Schnitten einschneiden. Damit vergrößert sich die Oberfläche und die Marinade kann besser aufgenommen werden — das gibt dem Fleisch noch mehr Geschmack.
Zusätzlich 4–8 Teelöffel Joghurt zugeben. Dann die Chicken Tikka Masala Gewürzmischung, den Joghurt und das Hühnerfleisch gut verrühren. Abgedeckt bleibt das marinierte Hühnerfleisch mindestens 12 Stunden im Kühlschrank.
Ofen, Tomatensauce parallel
Im vorgeheizten Backofen (auf dem Backblech oder einer hitzebeständigen, eisernen Pfanne) bei 200 Grad maximal 10 Minuten backen. Ruhig ein Fleischstück herausnehmen, anschneiden und probieren — so entscheidet man ob es fertig ist.
Parallel zum Fleisch die Sauce zubereiten: Eine Zwiebel in kleinste Würfel zerschneiden und in Butter andünsten. Danach Tomatensauce, 2–4 Teelöffel der Marinade, den restlichen Joghurt, frischen Koriander sowie Honig oder Zucker hinzugeben und verrühren. Bei wenig Hitze für 5 Minuten auf dem Herd lassen. Wer keinen Joghurt mag: Kokoscreme oder Kokosmilch funktioniert als Alternative.
Basmati-Reis oder Naan-Brot
Wer kein originales Brot wie Butter-Naan oder Garlic-Naan für sein Chicken Tikka hat, serviert leckeren Basmati-Reis. Der gelingt am besten im Reiskocher, ersatzweise im Topf. Die Faustregel: so viel Wasser wie Reis. Ist der Reis 1 cm hoch im Kocher, steht das Wasser 1 cm über dem Reis.
Den Basmati-Reis kann man dann noch mit frischem Koriander bestreuen — das gibt ihm eine schöne frische Duftnote. Passt gut zum Chicken Tikka, das ohnehin schon viel Aroma mitbringt.
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