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Hamburg Schanze — mein Kiez, meine Straßen

Schanze Die Rote Flora in Hamburg-Sternschanze, ikonisches besetztes Haus
Die Rote Flora — das Herzstück des Widerstands im Kiez. Ich bin oft daran vorbeigegangen.

Ich hab hier gewohnt. Die Schanze ist nicht nur Rote Flora und Schanzenfest — das ist mein Alltags-Kiez gewesen, mit allen Ecken die kein Reiseführer kennt.

Datum 16. Januar 2010

Alle Orts- und Stimmungsangaben sind historisch zu lesen — kein aktueller Stadtführer.

Kiez Sternschanze, Hamburg

Normans Wohn-Kiez — nicht als Tourist besucht, sondern gelebt.

Typ Kiez-Stück

Persönlicher Bericht mit E-E-A-T-Signal — ich hab hier gewohnt.

Essen Auch in der Schanze isst man gut

Wenn man weiß wo — Steak findet man, wenn man sucht.

Das ist mein Text vom 16. Januar 2010. Ich war damals mittendrin — in der Schanze, im Winter, und hab aufgeschrieben was dieser Kiez für mich bedeutet. Kein Tourist-Blick, sondern Insider-Perspektive von jemandem der hier gelebt hat.

Schanze Hamburger Sternschanze im Winter — belebte Straßen im Kiez
Die Schanze im Winter. Auch ohne Grillsaison lebt hier immer was.
Mein Kiez im Winter

Hier hab ich gewohnt — kein Touristenblick

Ich hab in der Schanze gelebt. Das ist nicht so eine Geschichte wo ich sage “ich war mal da und es war toll” — das war mein Alltag. Kurzer Fußmarsch von Eimsbüttel, S-Bahn-Station, und dann der Schanzenpark mit dem alten Wasserturm als Erkennungsmerkmal. Im Sommer Grillen, im Winter Rodelschlitten und Schneeballschlachten. Das ist kein Konzept, das ist Kiez.

Im Januar 2010 hab ich das aufgeschrieben, weil die Schanze für mich mehr war als das, was man so über sie liest: brennende Autos, Linke, FC St. Pauli, Rote Flora. Das stimmt alles, aber das ist nicht der Alltag. Der Alltag ist der Bäcker, der Supermarkt, die Stammbar am Schulterblatt.

Schanzenstraße Schanzenstraße Hamburg — Bars, Cafés und Kiez-Charakter
Die Schanzenstraße. Meine Einkaufsstraße, meine Café-Strecke, mein Alltag.
Die Rote Flora und das rebellische Selbstbild

Das Image stimmt — aber es ist nur ein Teil

Die Sternschanze lebt von ihrem rebellischen Image. Die Rote Flora ist real, das politische Bewusstsein ist real, die Bio-Läden und die alternativen Bars sind real. Wer das klischeehaft findet, hat noch nie dort gewohnt.

Ich hab das respektiert. Nicht weil ich das Gleiche denke, sondern weil es ein Kiez ist der weiß wer er ist. Das ist selten in Städten, die sich ständig neu erfinden.

Der Schanzenpark als Wohnzimmer

Park statt Garten — für alle die keinen Garten haben

Der Schanzenturm ist weithin sichtbar — er ist das Anker-Punkt-Bild für alle, die in die Schanze kommen. Der Park drumherum war im Sommer mein Wohnzimmer: Musik, Grillen, Menschen. Im Winter ruhiger, aber nie leer.

Das ist der Teil der Schanze, den man als Anwohner täglich nutzt und den die meisten Besucher nur im Sommer sehen.

Essen in der Schanze — und ja, auch Steaks

Man kann dort gut essen, wenn man weiß wo

Ich hab in der Schanze auch gut gegessen. Nicht Michelin-Stern-Küche, aber ehrliches, gutes Essen. Und ja — wer in der Schanze gezielt sucht, findet auch vernünftiges Fleisch. Die Szene-Gastronomie rund um Schanzenstraße und Schulterblatt hat das Thema Essen immer ernst genommen.

Das ist 2010 geschrieben — was heute gilt, müsstet ihr selbst checken. Aber damals: wer wusste wo, der hat in der Schanze nicht schlecht gegessen.

Was ich von dieser Zeit mitgenommen hab

Kiez-Texte sind meine Erinnerungen, keine Stadtführer

Ich schreib über die Schanze, weil es mein Kiez war. Nicht weil ich Hamburg-Content produzieren will. Der Unterschied ist: ich hab dort gewohnt, bin dort einkaufen gegangen, war in den Bars, kannte die Ecken. Das gibt einem Text ein anderes Gewicht als ein Besuch am Wochenende.

Wer die Schanze heute besucht, wird vieles wiedererkennen — und einiges verändert vorfinden. Städte ändern sich. Kiezvibe ist stabiler als man denkt, aber er ist nie statisch.