Historische Aufnahmen aus meiner Wohnzeit in Eimsbüttel — kein aktueller Stadtführer.
Hamburg Eimsbüttel — meine Nachbarschaft
Das war meine Nachbarschaft. Nicht der Kiez, den man besucht — der Kiez, in dem man einkauft, spazierengeht, samstags auf den Markt geht. Eimsbüttel kenn ich von innen.
Nicht als Tourist besucht, sondern als Anwohner gelebt — mit allem was dazugehört.
Normans Stammplätze — keine Postkarten-Motive, sondern Alltags-Orte.
Hier hat Norman sein erstes ordentliches Stück Fleisch aus dem Kiez geholt.
Dieser Text stammt vom 2. August 2009 und war ursprünglich eine reine Bildergalerie. Ich mach jetzt mehr draus — weil die Fotos mehr verdienen als eine Zeile Bildunterschrift. Das war mein Alltag in Eimsbüttel.
Eimsbüttel kenn ich von innen, nicht von der Postkarte
Ich hab in Eimsbüttel gewohnt. Das ist der Unterschied zu allem was man so über Hamburger Stadtteile liest — die meisten Texte kommen von außen. Ich komm von innen. Ich kannte die Wege, die Abkürzungen, die Läden die auf keiner Empfehlungsliste stehen.
Eimsbüttel ist kein Szene-Kiez. Das ist der Punkt. Hier wohnen Familien, Studenten, Leute die schon immer hier gewohnt haben. Kein rebellisches Image wie die Schanze, kein Touristen-Trubel wie Altona. Nur Hamburg, wie es wirklich lebt.
Hier hab ich mein erstes vernünftiges Stück aus dem Kiez geholt
Samstags, Isemarkt. Das ist Pflicht in Eimsbüttel. Einer der längsten Wochenmärkte Europas, direkt unter der Hochbahn. Gemüse, Käse, Fisch, Blumen. Und ein Metzger, bei dem ich mein erstes ordentliches Hüftsteak aus dem Kiez geholt hab.
Das war kein Premium-Steak. Das war ein vernünftig gereiftes, vernünftig geschnittenes Stück vom Metzger des Vertrauens. Der Unterschied zu Supermarkt-Fleisch war sofort spürbar — und das ist der Grund warum ich bis heute auf gute Herkunft achte.
Die Osterstraße hat alles — ohne großes Theater
Die Osterstraße ist die Haupteinkaufsstraße des Viertels. Sie hat alles was man braucht, ohne dabei Angeberei zu betreiben. Kein Luxus, kein Konzept, kein Themen-Einkaufsviertel. Einfach eine funktionierende Straße in einem funktionierenden Kiez.
Ich hab dort eingekauft, bin dort spazierengegangen, hab dort meinen Kaffee getrunken. Das ist was ich meine wenn ich sage: meine Nachbarschaft.
Diese Fotos hab ich gemacht weil ich wollte, nicht weil ich musste
Die Fotos aus diesem August 2009 hab ich auf einem Spaziergang gemacht. Kein Shooting, keine Planung — einfach Kamera raus, Kiez dokumentieren. Gründerzeit-Fassaden, Straßenlaternen, ein Schild, eine Mauer mit Graffiti.
Das sind keine perfekten Fotos. Das sind echte Kiez-Fotos. Und genau deswegen gehören sie auf diese Seite.