WordPress-Baseline lag bei rund 50 — typisch für unoptimierte WP-Blogs mit Plugins und Tracking.
Astro vs WordPress — ein ehrlicher Erfahrungsbericht
15 Jahre WordPress, 170 Artikel, dann der Schnitt. Warum wir Volksmann.de auf Astro migriert haben — und was WordPress trotzdem besser macht.
Fast perfekt. Statisches HTML ohne JavaScript-Runtime schlägt jeden WordPress-Cache-Stack.
Semantisches HTML, Sitemap, korrekte Meta-Tags — Astro zwingt dich zu SEO-Hygiene.
63 Seiten mit OG-Image-Generierung. Push nach main, Vercel baut live in unter einer Minute.
Dieser Artikel ist nicht von Norman. Ich bin Maximilian D. Muhr, ich hab die neue Volksmann-Seite gebaut und migriere seit Monaten Blogs von WordPress auf Astro. Die Lighthouse-Scores sind drastisch besser, die Sicherheit ist auf einem anderen Level, die DSGVO-Lage ist einfacher. Aber: WordPress ist nicht tot. Es macht manche Dinge weiterhin besser. Hier ist ein ehrlicher Vergleich.
15 Jahre WordPress sind kein Kleinigkeit.
Volksmann.de war seit 2009 auf WordPress. Rund 170 Artikel, über die Jahre gewachsene Struktur, mehrere Theme-Generationen, Dutzende Plugins die kamen und gingen. Das funktionierte. Aber es funktionierte langsam, es funktionierte DSGVO-fragwürdig (jedes Plugin kann potenziell tracken), und es funktionierte mit einer Performance die 2026 nicht mehr zeitgemäß ist.
Die Entscheidung für den Astro-Relaunch kam aus drei Gründen: Performance (Google straft langsame Seiten bei Mobile-Rankings ab), Sicherheit (WordPress ist Angriffsvektor Nummer eins im Web) und Redaktions-Fokus (Norman will schreiben, nicht WordPress-Updates fahren).
Lighthouse lügt nicht.
Nach dem Relaunch auf Astro 6.1 sehen die Lighthouse-Scores so aus: Performance Mobile 88, Performance Desktop 99, SEO 91, Accessibility 96, Best Practices 95. Das ist nicht perfekt, aber es ist Welten von dem entfernt, was ein typischer WordPress-Blog ohne Dauer-Optimierung liefert.
Der Unterschied ist nicht ein bisschen JavaScript weniger — der Unterschied ist fundamental. Astro liefert statisches HTML ohne JavaScript-Runtime. Keine PHP-Ausführung bei jedem Request, keine Datenbank-Abfrage, kein Rendering im Browser. Der Browser bekommt fertiges HTML und rendert es. Das ist der schnellste denkbare Weg.
Ich bin kein WordPress-Hasser.
Ich arbeite seit 15 Jahren mit WordPress. Ich mag WordPress. Es hat Dinge die Astro nicht bietet, und man sollte ehrlich darüber sein.
Gutenberg-Editor: Der Block-Editor ist für nicht-technische Redakteure ein Game-Changer. Wer nie Markdown gelernt hat und keine Lust auf Git hat, bekommt mit Gutenberg eine grafische Oberfläche die funktioniert. Astro-Content-Collections sind typsicher und entwickler-freundlich — aber eben nur das.
Ecosystem: 50.000 Plugins. Jedes Problem hat schon jemand gelöst. Anmeldeformular? Plugin. Shop? WooCommerce. Mitgliederbereich? MemberPress. Astro-Ecosystem wächst, ist aber noch nicht so breit.
Multi-Author-Redaktion: Rollen, Freigaben, Lektorat-Workflows, Autorenprofile — das hat WordPress seit zehn Jahren. Astro kann das theoretisch über eigene Implementierung, aber out-of-the-box gibt es das nicht.
Community: Wenn ich in WordPress ein Problem hab, finde ich innerhalb von Minuten drei Stack-Overflow-Antworten. Bei Astro sind die Antworten oft noch in GitHub Issues oder Discord.
Die Zahlen sind auf meiner Seite.
Performance out of the box: Ohne Optimierung schlägt Astro einen durchschnittlichen WordPress-Blog um Größenordnungen. Kein Caching-Plugin, kein CDN-Trick, keine “wir müssen erst den Server tunen” — es ist einfach schnell.
Sicherheit: Astro baut statisches HTML. Kein PHP läuft zur Laufzeit, keine Datenbank wird angefragt, keine SQL-Injection möglich. Die Angriffsfläche ist radikal kleiner. Wer schon mal ein WordPress nach einem gehackten Plugin wiederhergestellt hat, weiß was das bedeutet.
Content Collections: Markdown-Dateien mit Zod-Schema. Das heißt: Der Build bricht, wenn ein Artikel ein Pflichtfeld vergisst. Das heißt: Keine halb-kaputten Seiten live. Das heißt: Konsistenz über 170 Artikel hinweg.
DSGVO-Einfachheit: Keine Plugins die heimlich tracken. Keine Google Fonts per CDN. Keine 30 Third-Party-Requests beim Page-Load. Was im Code steht, ist im Traffic — nicht mehr und nicht weniger. Das macht Datenschutz-Erklärungen kürzer und ehrlicher.
Entwicklungs-Geschwindigkeit: Einmal die Struktur, einmal die Komponenten, dann nur noch Content. Kein Theme-Update das das Layout zerlegt, kein Plugin-Conflict der die Navigation zerschießt.
Es gibt keine universelle Antwort.
Für einen reinen Content-Blog, eine Unternehmensseite, eine Portfolio-Website ohne Shop und ohne Community: Astro. Besser, schneller, sicherer, einfacher.
Für einen Shop, eine Community mit Forum, eine Multi-Autoren-Redaktion mit komplexem Lektorat-Workflow: WordPress. Das Ecosystem ist da, die Tools sind reif, die Lücken sind gefüllt.
Für jemanden der selber nichts coden will und nie was coden wird: WordPress. Der Einstieg ist niedriger, die Hilfe ist größer.
Für jemanden der Performance, Sicherheit und Zukunft in den Vordergrund stellt und keine Scheu vor Git und Markdown hat: Astro. Die Kurve ist steiler, das Ergebnis ist besser.
Kein Lager-Denken.
Volksmann.de ist auf Astro besser aufgehoben. Das ist keine ideologische Aussage, das ist die ehrliche Bilanz nach dem Relaunch: schneller, sicherer, günstiger im Hosting, weniger Wartung. Norman schreibt, der Build läuft, die Seite ist live. Keine Plugin-Updates, keine Datenbank-Backups, keine Nacht-Notfälle weil WordPress 6.7 das Theme zerlegt hat.
WordPress bleibt für andere Projekte die richtige Wahl. Es ist ein Werkzeug, kein Feindbild. Aber für einen Content-Blog 2026 gibt es bessere Werkzeuge.
poliSYS.
Dieser Relaunch wurde von poliSYS umgesetzt. Wir bauen performante Astro-Websites für Blogs, Unternehmen und Freelancer — mit Fokus auf Performance, DSGVO und Zukunftsfähigkeit. Interesse an einem ähnlichen Projekt? Schreib uns.